Aber können wir nicht ein bisschen sauberer argumentieren?
Wahrscheinlich schon, aber irgendwie ist es sicherlich auch schwer für uns weil ich Rechtsstaat und Rechtsbruch eher idealistisch betrachte und nicht so rein juristisch wie du es in deiner Argumentation tust. Da spielt meine sehr subjektive Sichtweise mitrein, die den eigenen Sinn von Gerechtigkeit über die tatsächliche Rechtslage stellt.
Ist ja wie in Bayern hier
Ja möglich ist vieles. Klare Rechtsbrüche durch staatliche Behorden passieren in DE öfters mal, oft auch ohne Konsequenzen.
Kratzt halt ekn bisschen am Image ein "Rechtsstaat" zu sein.
Gewalt erzeugt halt Gegengewalt. Wie wäre es mit mehr Kommunikations- & Deskalationstrainings für Berliner Cops?
Gibt ja regelmäßig Skandale an absurder Gewalt durch die Berliner Polizei...
Zumindest in einen Rechtsstaat sollte aber die Beteiligung daran mittels eines rechtsfesten Urteils notwendig sein um dafür ausgewiesen zu werden, oder? Einfach nur zu sagen "Wir glauben du warst dabei" kann doch nicht die Grundlage für eine Ausweisung mit allen dazugehörigen Folgen sein.
Iiiiiihhhhhhh
Die Braunen verschandeln unsere Flagge auf jeder Demo und wir müssen sie vor diesem Pack schützen.
Irgendwie sehe ich diese Meinung öfter, gleichzeitig sehe ich dann quasi nie Menschen mit dieser Meinung auf Gegenprotesten oder als Beteiligte von Gegenprotesten oder bei anderen Möglichkeiten des Widerspruchs. Scheint dann ja doch selten schlimm genug zu sein um sich auch für diese Überteugung einzusetzen.
Lässt sich bestimmt ändern, aber ich wüsste nicht wie.
Wir sollten den Nazis die Runenhoheit wieder wegnehmen, indem wir alle frohen Mutes mit Runenshirts rumlaufen.
Hat halt kaum ein Mensch Bock drauf. Reclaiming funktioniert am besten bei Dingen auf die Menschen auch Lust haben, gibt ja auch Beispiele in den Kommentaren.
Ich finde Diskussionen zur Wortwahl sind hier jetzt nicht so zielführend.
Wer widerstand leisten möchte hat viele Alternativen und Inspirationsquellen, im deutschsprachigen Feddit bspw:
Oder englischsprachig:
Widerstand muss bedeuten das die Regierenden keine ruhige Minute haben, dass Wir ihnen permanent Feuer unterm Hintern machen und sie vor uns her treiben.
Noch kleine Ergänzung von meiner Seite. Widerstand kann sehr viel vielfältiger sein und muss sich nicht immer nur an den Herrschenden abarbeiten. Solidarisch Handeln kann Widerstand sein. Bei manchen Menschen ist einfach nur ihr bloßes Überleben Widerstand. Widerstand kann auch darin bestehen Alternativen aufzubauen oder eigene gelernte Verhaltens/Denkmuster abzulegen.
Ich finde halt irgendwie wird gar nicht die gesamte Breite der Problematik abgebildet. Hier wird gezielt Software zur internen Kommuniktaion verwendet die Spuren zuverlässig löscht. Das heißt es wird gezielt versucht Beweise zu vermeiden, weil sie wissen es könnte gegen sie verwendet werden.
Abseits davon, was dagegen getan werden kann möchte auch auf all diejenigen Menschen und Strukturen in (hauptsächlich Ost)Deutschland verweisen die genau jetzt Unterstützung brauchen. Es gibt ziemlich regelmäßig Angriffe auf linke (Wohn)projekte und Unterkünfte für Geflüchtete. Auch in diesem Jahr ist wieder mit Angriffen auf Prides/CSDs zu rechnen. Gleichzeitig werden soziale und kulturelle Angebote kaputt gespart. Wenn wir langfristig einen Wandel vor Ort erreichen wollen, dann müssen wir bestehendes verteidigen (und zusätzlich neues aufbauen).
Eine Möglichkeit ist spenden und werben für https://polylux.network/
Eine andere ist das Reisen zu CSDs in Ostdeutschland um dort gemeinsam mit den Menschen vor Ort queere Sichtbarkeit zu erhalten. Ein Weg dazu kann über Pride Soli Ride auf Insta sein: https://www.instagram.com/pride.soli.ride.psr